- 04 Jul, 2019
Bücherfestival sucht Antiquare
SAARBRÜCKEN Einen antiquarischen Bücherflohmarkt, eine Guinguette, einen Kinderbuchflohmarkt, Lesungen, Poetry-Slam und ein deutsch-französisches Musikprogramm: All das wird es am Samstag, 17. August, ab 10 Uhr, am Saarbrücker Staden geben, beim Bücherfestival mit dem Titel „Bouquinisten an der Saar". BüchertischNach dem Vorbild der Bouquinisten in Paris werden antiquarische und gebrauchte Bücher, sowie Postkarten, Drucke, Bilder, und Historisches mit regionalem Bezug präsentiert und zum Verkauf angeboten. Dabei sollen, so die Veranstalter der Ulanen Gastro GmbH, insbesondere die deutsch-französischen, beziehungsweise saarländisch-lothringischen Beziehungen und ihre gemeinsame Geschichte im Vordergrund stehen. Passend zu der Veranstaltung gibt es ein kulturelles Rahmenprogramm in Deutsch und Französisch. In Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Saarbrücken sind am Vormittag auch Mitmach-Angebote für Kinder geplant. Am frühen Abend wird auf einer kleinen Tanzbühne eine Guinguette – also Tanz zu original französischer Livemusik – angeboten. Gesucht werden noch Antiquariate und Buchhändler für die „Straße der Bouquinisten“ sowie private Anbieter für den Bücher- und den Kinderbücherflohmarkt. Immerlesen ist dabei. Kommt auch!
- 02 Apr, 2019
Am 25. Mai: 30 Jahre Saarbrücker Rezitative
Das wird gefeiert…! Am Samstag, 25. Mai 2019, feierte die Saarbrücker Rezitative ihren 30. Geburtstag. Ein großes Lesefest über 10 Stunden, von 14 bis 24 Uhr im Festsaal des Pingusson-Bau, der ehemaligen französischen Botschaft in Saarbrücken (siehe Titelbild). Das Program Jetzt steht das offizielle Programm fest, und kann hier herunter geladen werden:Klicken um das Programm herunter zu laden…Vielfalt Es gibt Lesungen aus Werken so unterschiedlicher Autoren wie Wolfgang Koeppen „Das Treibhaus“, Charles Darwins „Reise um die Welt“, aus dem Bordjournal der HMS Beagle, Texte von Benjamin von Stuckrad-Barre und Daniel Kehlmann. Auf jeden Fall wird der Autor Thomas Bernhard gelesen, dessen Roman Holzfällen Immerlesen bereits rezensierte. Das Hohe Lied (Salomon, in der Neuübersetzung) steht eben so fest im Programm. Auch Lyrik wird geboten. Walt Whitman begleitet von dem Star-Percusionisten Oliver Strauch. Jandl Gedichte, Dada, Heinz Erhard. Kurzum, ein vielfältiges, buntes und mit Sicherheit unterhaltsames Leseprogramm mit begleitenden Musikbeiträgen am Flügel und Schlagzeug. Ein Fest Es gibt Musik, Wein und Schnittchen. Wenn das Wetter mitspielt wird es ein Gartenfest des Lesens im Park der ehemaligen Botschaft, des ehemaligen Kulturministeriums, des zukünftigen „lost place“, der Landeshauptstadt Saarbrücken. Einem - vorerst? - dem Verfall anheim gegebenen Kulturdenkmal von europäischen Rang der modernen 50er Jahre Architektur der Nachkriegszeit. Die „Lesinggesellschaft“ Das saarländische Ministerium für Bildung und Kultur und die Heinrich Böll Stiftung unterstützt dieses ambitionierte Unternehmen der Saarbrücker Lesefreunde, die sich einmal im Monat privat zur Leserunde treffen. In den letzten 30 Jahren wurde aber auch aus diesem 15 köpfigen Kreis von Liebhabern der Literatur vielfältige öffentliche Aktivitäten initiiert. Immerlesen ist dabei! Kommt auch! Der Eintritt ist frei! Der Eingang zum Veranstaltungsort ist über den Parkplatz der Handwerkskammer, Zuwegung zum Festsaal durch den Park des Pingussonbaus! Die offizielle PostkarteKlicken, um die Postkarte herunter zu laden…Der Veranstaltungsort… ist die Hohenzollernstr. 60, in 66117 Saarbrücken: [wpgmza id="1"]
- 18 Feb, 2019
Yvonne Moebius bei immerlesen.de
Wir heißen Yvonne Moebius herzlich willkommen. Sie ist aus Potsdam, genauer gesagt aus Golm und wird im Team von immerlesen mithelfen, die Seite noch populärer zu machen! Demnächst erscheint Ihre Rezension „Nachtblau von Simone van der Vlugt“.
- 05 Nov, 2018
Immerlesen guckt fern: „Der Buchladen der Florence Green"
Hier einmal eine ungewöhnliche Empfehlung. Wir empfehlen einen Film. Gesehen auf iTunes am Samstag 4. November 2018. „Der Buchladen der Florence Green“ Der liberale Zeitgeist will in ein konservatives Fischerdorf im England der fünfziger Jahre einziehen: Isabel Coixet inszeniert Penelope Fitzgeralds 1978 erschienen Roman mit Emily Mortimer in der Hauptrolle. Die Handlung ist in dem kleinen britischen Küstenort Hardborough des Jahres 1959 angesiedelt, wo Florence ein altes Haus erwirbt, um darin einen Buchladen zu eröffnen. Für Florence sind Bücher ein unverzichtbares Überlebensmittel und sie ist der festen Überzeugung, dass die Bewohner des abgelegenen Fischerdorfes bald ihre Begeisterung teilen werden.Englisches Fischerdorf Quelle: Shutterstock, 109438019 (Fishing village of Port Isaac, on the North Cornwall Coast, England U)In Großbritannien dieser Jahre ist die Klassengesellschaft noch sehr lebendig. Bei einer Einladung im Herrenhaus wird Florence mit stiff upper lip deutlich zu verstehen gegeben, dass der Ort eigentlich keine Buchhandlung benötige. Lesen würde die Leute nur von der Arbeit abhalten. Im Übrigen befindet seine Lordschaft und ihre Ladyship über den Wert von Literatur. Dieses könne keinesfalls einer Buchhändlerin obliegen. Außerdem habe man mit dem Haus der Buchhandlung andere Pläne. Hinter der Fassade gediegener Konversation zeigt sich die Böswilligkeit und Borniertheit des provinziellen Establishments, welches gleichwohl die meiste Zeit des Jahres in London verbringt. Dennoch geht die kleine Buchhandlung an den Start. Sie führt sogar Nabokovs gerade erschienen Roman „Lolita“ im Sortiment. Das sorgt für gehörige Aufregung im Ort. Ein in seinem manor house zurückgezogen lebender, hagerer, älterer Gentleman unterstützt die Buchhändlerin. Er lässt sich von Ihr neue Bücher zusenden. Zwischen den beiden entsteht sachte und mit emotionalen Understatement gespielt, zunächst scheue Zuneigung. Trotzt des großen Altersunterschiedes entwickelt sich dennoch ein tiefes Gefühl der Seelenverwandtschaft zwischen beiden, welches berührt. Mehr sei hier nicht verraten. Der Film ist leise angelegt und setzt die herbe Landschaft dieses Teiles der britischen Insel in wunderbare Bilder. Auch ein Film kann somit zum Lesen inspirieren. Penelope Fitzgeralds Roman wird mit Sicherheit eine meiner nächsten Lektüren sein.
- 31 Oct, 2018
Auszeichnung für den Open Book Contest
Immerlesen gewinnt Auszeichnung «Saarland zum Selbermachen»Das von uns im Juli 2018 gestartete Projekt «Open Book Contest» wurde nun im November 2018 im saarländischen Wettbewerb „Saarland zum Selbermachen“ ausgezeichnet. Wir erhielten die Auszeichnung für bürgerschaftliches Engagement zur Verbesserung des städtischen Umfeldes. Näheres zum Wettbewerb auf der Seite der Staatskanzlei, https://www.saarland.de/129318.htm Das Team von immerlesen.de freut sich sehr und dankt der unabhängigen Jury. Die Preisvergabe fand am 26. November 2018, um 17:00 Uhr in der Staatskanzlei statt. Der Preis wurde von Ministerpräsident Tobias Hans übergeben.Open Book Contest Bild: immerlesen.deBürgerschaftliches Engagement ist wichtig, damit sich ein Gemeinwesen selbst vergewissert und Verantwortung übernimmt. Auch die Saarbrücker Zeitung hatte wieder berichtet und uns zur Auszeichnung gratuliert. Unter nachstehendem Link findet Ihr den Artikel https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/saarbruecken/saarbruecken/buecherkasten-gewinnt-preis_aid-34301439 Phase II Heute, am 12.11.18, wurde Phase II eingeleitet. Wir beginnen damit, den auf Initiative von immerlesen vom Müll befreiten, aber verwahrlosten Grünstreifen instand zu setzen. D.h. es wird frische Erde aufgebracht und Tulpenzwiebeln gesetzt. Lasst 100 Blumen blühen, sagte schon der „große Steuermann“ Mao Tzse Dong. Es wäre toll, würden die Anwohner aufwachen und mitmachen, denn sie sind es ja, die nun dank des Engagement von immerlesen nicht mehr auf Müll starren ohne was dagegen zu unternehmen. Das erscheint uns nicht nur vollständig ignorant, sondern schlimmer noch, als eine „ Halbschlechtigkeit des Herzens“ (Zitat aus: „Eine blassblaue Frauenschrift“ von Franz Werfel), Ein Buch, das immerlesen nur empfehlen kann! Bewohner der Heinrich Böckingstrasse: Stand up! Raus aus dem Sofa! Tut was für Eure Straße, es ist Euer Quartier! Die Stadt ist überfordert, naturgemäß. Ihr aber wohnt hier! Engagiert Euch für Euch! Ein Dank an die Stadt Wir danken dem Amt für Stadtgrün, dass es auf unseren Hinweis und unserer Bitte hin es sich bereit erklärte, auf den Grünstreifen frische Erde aufzubringen und Tulpenzwiebeln einzusetzen. Klasse, Dankeschön Frau Dams
- 15 Jul, 2018
Open Book Contest in Saarbrücken
Neues öffentliches Buch Regal Lesen und nebenbei Strom laden für mehr mentale Reichweite Das Team von immerlesen.de hat sich dazu entschlossen, in Saarbrücken ein öffentliches Bücherregal einzurichten und auch zu kurartieren. Wir nennen es «Open Book Contest». Die Idee dahinter: Bücher entnehmen, lesen, zurückbringen, oder selbst eigene Bücher einstellen.Walter Weh aus SBDas Experiment startete am Montag, 9. Juli 2018 in der Heinrich-Böcking-Str. 12 am Parkplatz der Stromtankstelle für Elektroautos. Das Regal befindet sich in einem von der Post vergessenen, vom Vandalismus gezeichnetem und aufgebrochenen Lagerkasten. Wir haben einen jungen Künstler, Absolvent der Hochschule der Bildenden Künste Saar (HBK), mit der Gestaltung der Kasten beauftragt. Bis auf die allgemeine Vorgabe - „irgendwas mit Büchern“ - war er frei im Entwurf und der Ausführung. Das Ergebnis überrascht und überzeugt. Der junge Mann möchte leider anonym bleiben. Die Saarbrücker Zeitung Inzwischen ist auch die Saarbrücker Zeitung auf die Aktion aufmerksam geworden. Nach einer genauen Recherche vor Ort veröffentlichte sie den folgenden sehr unterhaltsamen Artikel: «Die Bücher-Guerilla hat zugeschlagen». Zwischenzeitlich, wurde von der Firma „Glas Metall Westrich“ auch noch eine Plexiglastür eingebaut. Nun ist das Regal für den Winter wetterfest. „Fuchs, Küchen und mehr“, aus der Mainzer Straße stiftete noch einen hippen Stuhl. Der lädt nun vor Ort ein, gleich zu lesen. Dank Unterstützung der SZ ist es auch gelungen, dass die Stadt den Müll aus dem vernachlässigten „Grünstreifen“ entsorgt hat und die umgestürzten granitenen Begrenzungspfähle wieder gerichtet hat. Bürgerschaftliches Engagement ist machbar, Herr und Frau Nachbarin Vandalen Haben das Schild „Leseecke“ nun geklaut. Wir lassen uns nicht entmutigen und haben ein neues, größeres bei Schilder Kirsch in Auftrag gegeben. Wir werden es mit einer Metallschelle die Tage wieder montieren Aktuelle Bilder Hier eine Bilderserie vom Ort (Quelle: immerlesen.de): Gedicht «Bibliothek» von Ernst Jandl LesestromHier finden Sie den «Open Book Contest»: [osm_map_v3 map_center= "49.2276,7.0118" zoom="16" width="95%" height="450" map_border="thin solid blue" post_markers="1" type="" control="" ] Immerlesen.de wünscht viel Lesevergnügen und gesteigerten Erkenntnisgewinn.
- 14 Jul, 2018
Stefan George wird 150
Das Kulturamt der Stadt Heidelberg, UNESCO City of Literature, präsentiert eine Ausstellung zu Stefan George im Museum Haus CajethDer Dichter Stefan George wurde vor 150 Jahren geboren. Sein Werk und Umfeld faszinieren bis heute und werden noch immer kontrovers diskutiert. Auf immerlesen.de wurde George bereits in der Vergangenheit gewürdigt (Der Stern des Bundes). Die Biografie von Thomas Karlauf sollte jedem, der in das Geheime Deutschland des Georgekreises Einblick erhalten will, eine Pflichtlektüre sein. Charisma und Verführung Nun präsentiert das Museum Haus Cajeth in der Heidelberger Haspelgasse 12 eine Ausstellung anlässlich des 150. Geburtstag des Dichters. Die Ausstellung läuft vom 2. Juli bis 26. September 2018. Wir besuchten das Museum am Samstag, den 14. Juli 2018. Von einer sehr freundlichen Dame in der Buchhandlung im gleichen Haus wurden uns die Museumsräume aufgesperrt. Alleine gingen wir durch die Säle mit den Exponaten des Geheimen Deutschland. Es war dem Trubel der Haspelgasse so fern. Stille, kühle, aus der Zeit gefallen. Unwirklich. So unwirklich wie die Vision des Georgekreises vom Geheimen Deutschland. „Auf mich hat Stefan George eine ungewöhnliche Wirkung ausgeübt. Nicht nur, dass ich eine ganze Woche nichts anderes getan habe, als Verse zu lesen und von ihm zu schreiben, ich fühle mich verändert, was sich selbst im Körperlichen auswirkt.“ So Ludwig Thormaehlen in seinem posthum 1962 veröffentlichtem Buch „Erinnerungen an Stefan George“. Impressionen vom Museum Haus Cajeth Haus Cajeth: Eingangsschild Quelle: Immerlesen Haus Cajeth: Eingangsschild Quelle: ImmerlesenHaus Cajeth: Eingangsschild Quelle: ImmerlesenTreppenhaus im Museum «Haus Cajeth» Quelle: Immerlesen Haus Cajeth: Museumsräume Quelle: Immerlesen
- 17 Apr, 2018
Auch das noch: Zu viele Bücher
Die offenen Buchregale sind in Heidelberg sehr beliebt! Nun ergibt sich ein ganz eigenes »Problem« Wir haben dazu den folgenden Artikel in der Rhein Neckar Zeitung gefunden: Weiter zum Artikel
- 05 Apr, 2018
Li Tai Po
Der Pavillon aus Porzellan Aus dem Chinesischen von Hans Bethge. Mitten in dem kleinen Teiche Steht ein Pavillon aus grünem Und aus weißem Porzellan. Wie der Rücken eines Tigers Wölbt die Brücke sich aus Jade Zu dem Pavillon hinüber. In dem Häuschen sitzen Freunde, Schön gekleidet, trinken, plaudern, - Manche schreiben Verse nieder. Ihre seidnen Ärmel gleiten Rückwärts, ihre seidnen Mützen Hocken lustig tief im Nacken. Auf des kleinen Teiches stiller Oberfläche zeigt sich alles Wunderlich im Spiegelbilde: Wie ein Halbmond scheint der Brücke Umgekehrter Bogen. Freunde, Schön gekleidet, trinken, plaudern, Alle auf dem Kopfe stehend, In dem Pavillon aus grünen Und aus weißem Porzellan.Das Gedicht von Li Tai Po aus dem 8. Jh. zählt zu meinen Lieblingsgedichten. Die wie hingeworfenen Verse handeln von Freundschaft und sind voller, leichter Anmut. Ein lauer Sommerabend, vielleicht scheint der Mond, Freunde sitzen in einem Pavillon, sie sind entspannt und lesen, schreiben auch Verse nieder, Plaudern. Die kleine Gemeinschaft ist vergnügt, in sich ruhend. Die Mützen sitzen schief auf den Köpfen, die seidenen Ärmel sind nach hinten gerutscht. Alles hat etwas verzaubertes, so wie die Brücke, die über den kleinen Teich zum Pavillon führt, gespiegelt im Wasser aussieht wie der Rücken eines Tigers. Traum und Wirklichkeit fließen in Eins. In der Vertonung von Gustav Mahler im Lied von der Erde bekommt das Gedicht Li Tai Pos noch eine weitere träumerisch aufgeladene und verspiegelte poetische Schwingung die bezaubert.
- 04 Jan, 2018
Immerlesen begrüsst den neuen Rezensenten André Störr
André Störr lebt in Weimar und ist ein ausgewiesener Kenner dieser Stadt. Er ist ein großer Verehrer des Autors und Aufklärers Christoph Martin Wieland, der heute kaum noch gelesen wird. Wer in den Genuss einer privaten Stadtführung des 42 jährigen André Störr durch das zauberhaft schöne Weimar kommt, wird diese lange in Erinnerung behalten. Meiner Meinung nach ist Weimar, wie auch Heidelberg, eine Herzkammer des deutschen Geistesleben. Störr hat einen stupenden Bildungshorizont, dessen Weite er im Gespräch gerne ausmisst. Man erlebt mit ihm die Vermessung der Bildung. Das schöne daran ist, dass er seinen Zuhörer mit großer Freundlichkeit an seinem Wissen teilhaben lässt. Immerlesen.de begrüßt André Störr.
- 19 Aug, 2017
Der Fremde Himmel
Der Himmel sah merkwürdig fremd aus. Die Zirruswolken strahlten in der Sonne und wurden von den Druckwellen in der Atmosphäre seltsam verzerrt. Ein dumpfes Grollen erfüllte die Plattform. Angst stieg in mir auf. Durch die Druckunterschiede erlangten die Grenzschichten der Stratosphäre unterschiedliche Brecheigenschaften. Prismenähnliche Farbanomalien zuckten über das Firmament. Es wurde schnell kälter. Der vertraute Anblick des Himmels wich einem fremdartigen Alptraum aus Licht und Farben. Christine sah nach oben durch die gläserne Kuppel. Erstaunen und Neugier bestimmten ihre Züge. Dann blickte sie fragend zu mir herüber, einen Hauch von Angst im Gesicht. Sie strich sich durch das Haar und blickte irritiert um sich. Dann bemerkte ich metallisch glänzende Partikel an ihrer Stirn. Während sie noch danach tastete verwandelte sich zunächst ihr Gesicht, dann ihre Brust und schließlich der gesamte Körper in ein metallenes Mosaik, eine abstrakte Plastik, zerstob unmittelbar wieder in eine Wolke unbeschreiblicher Ordnung und verteilte sich im Raum. Schnell verschwanden die Partikel im Boden und in den Wänden. Ich rannte los, kopflos, ohne zu wissen wohin.
- 07 Jul, 2017
Kostenlos lesen
Wie kann das gehen – kostenlos lesen? Heute stellen wir Ihnen «Auf Messers Schneide» von William Somerset Maugham vor. Wir konnten diesen Klassiker kostenlos lesen, denn wir entdeckten das Buch in einem öffentlichen Bücherschrank.Auf Messers Schneide von William Somerset MaughamAuf Messers Schneide: Buch-Nr. 761 Wir haben ein wundervoll gebundenes Exemplar aus einer alten, limitierten Sonderausgabe des „Bertelsmann Lesering“ entdeckt. Es trägt die Buchnummer 761. Eigentlich ist es ganz schön frech von uns, dass wir dieses Exemplar zur Hand nehmen! Schließlich gehören und gehörten wir diesem exklusiven Lesering niemals an.Verlagsangaben: Auf Messers SchneideDer Fundort Ebenso faszinierend wie das Exemplar selbst ist sein Fundort. Es stammt aus einem öffentlichen Bücherregal im Heidelberger Stadtteil Handschuhsheim auf dem Platz vor der Tiefburg. Auf dem Bild weiter unten sehen Sie im Hintergrund allerdings nicht die Tiefburg, sondern das Handschuhsheimer Schlösschen beziehungsweise das Graham Palais (benannt nach seinem Besitzer John Benjamin Graham ). Nicht zu verwechseln mit dem Heidelberger Schloß!Öffentlicher Bücherschrank in Heidelberg–HandschuhsheimSo, und nun ist es genug der Vorrede! Hier geht es zu unserer Rezension von „Auf Messers Schneide“. Update 23.10.2018: In Heidelberg-Handschussheim 2016 aus dem öffentlichen Buchregal an der Tiefburg entnommen. Mit Gewinn gelesen und rezensiert auf www.immerlesen.de. Im Kreis der Saarbrücker Rezitative im Februar 2018 daraus vorgelesen. Die Geschichte mit der Schottischen Sekretärin und der Einladung zum Gartenfest. Jetzt in das öffentliche Buchregal von immerlesen.de in der Böckingstrasse 12 in Saarbrücken eingestellt.«Auf Messers Schneide» jetzt im öffentlichen Buchregal in der Böckingstrasse 12 in Saarbrücken. Bild: Immerlesen.deWie geht die Reise weiter? Perfekt wäre, würde der neue Leser seinen Eindruck des Buches hier posten und ein Bild des neuen Aufenthaltsortes von „Auf Messers Schneide“ dazu hier einstellen.